› Die Transjurane: MZ baut in sein Verkehrsregelungssystem eine geologische Warnanlage ein

Aushub, Sprengvortrieb, lockeres Gestein…
Aufgrund der hohen Instabilität des Gebirgsmassivs, durch das der 3,2 km lange Tunnel von Choindez geführt wird, musste die Planungsfrist des Bauabschnitts «Delémont-Choindez» von 2014 auf 2016 verlängert werden. Der Bauherr steht also hier nicht nur einer Fristenverlängerung sondern auch den baustellenbedingten natürlichen Gefahren (Aushub, Sprengvortrieb usw.) gegenüber. Im Anschluss an Sondierbohrungen, die an der Felsenwand zwischen Choindez und Verrerie de Choindez durchgeführt wurden, veranlassten der Geologe Nicolas Badertscher (Institut Géotechnique SA) und die Firmat Metrix SA eine instrumentale Ausstattung zur Erkennung geringster Schwingungen und Gesteinsbewegungen.
Funkgesteuerte Verkehrssignalanlage CRC-BT
An Ort und Stelle sorgen Mauerhofer & Zuber insbesondere mit der provisorischen Lichtsignalanlage CRC-BT für die Verkehrsregelung. Das von MZ entwickelte System CRC ist leicht, ortsbeweglich, autonom, zusammenhängend verbunden, funkgesteuert und besitzt dieselbe Leistungsfähigkeit wie eine feststehende Verkehrsampel, hohe Flexibilität und dazu erhöhte Sicherheit dank der SMS-Alarmmeldungen, der Erfassung von vorfahrtsberechtigten Fahrzeugen und seiner Energieautonomie. Die ideale Lösung für provisorische Wanderbaustellen wie bei der Transjurane.
Geologischer Alarm, Sprengarbeit, unmittelbare Verkehrsanpassung
Bei dem System CRC-BT, das gleichzeitig 8 mobile Lichtsignaleinheiten steuern kann, geht es darum, die Einheit festzulegen, welche die Rolle des « Masters » oder der «Steuereinheit» ausübt. Bei der Inbetriebnahme synchronisiert sich die Steuereinheit mit der Atomuhrzeit, überträgt sie an die übrigen Einheiten, sendet ihnen dann das Verkehrsregelungsprogramm, überwacht dessen Ausführung und empfängt auch die GPS-Daten der vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge, die sie an die betreffenden Signaleinheiten weiterleitet.
Bei der Transjurane konnte die «Steuereinheit» mit den Geräten zur Erkennung von Erdbewegungen «gekoppelt» werden. Bei geologischem Alarm erhält sie sodann ein SMS und schaltet die betroffenen Signalanlagen unmittelbar auf rot, so dass der Verkehr in der betroffenen Zone unterbrochen wird.
In diesem Zuge wurde das System MZ außerdem zur Verkehrsregelung bei Sprengarbeiten genutzt. Vorher mussten die vier vorhandenen Lichtsignalanlagen einzeln von Hand auf rot gestellt werden. Heute braucht nur vom Systemverwalter eine SMS gesendet zu werden, und die Signalanlagen an den gefährdeten Straßenabschnitten werden automatisch auf rot geschaltet.
>>> Lesen Sie auch die Newsletter zum System CRC-BT, von MZ (http://www.mz-sa.ch/fr/node/528)


